Wo man auch hin schaut: „Superfoods“ sind in aller Munde.

Was sind eigentlich Superfoods?
Damit sind meist natürliche Lebensmittel mit größeren Mengen an Vitaminen und/oder Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen, auch Bioaktivstoffe genannt, gemeint. Der Begriff Superfood ist nicht geschützt, eine fachliche offizielle Definition gibt es nicht. Früher waren es Apfelessig, Noni-saft und Aloe-vera-Gel, heute heißen sie Acaibeeren, Gojibeeren, Chiasamen oder Moringa. Superfoods können unseren Speiseplan durchaus bereichern und unseren Gaumen mit neuen Geschmackserlebnissen erfreuen.
Verbraucherzentralen warnen vor Superfoods, die in Kapselform angeboten werden oder als „Pflanzenzubereitungen“ anderen Lebensmitteln zugesetzt sind. Wissenschaftlich fundierte Daten sind fehlerhaft und können keine genauen Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen machen, Hauptnährstoffe in der Angabe sind kein Problem. Verschiedene Studien zeigen dennoch gesundheitsfördernde Eigenschaften, z.B. immunstärkende Wirkungen, den Alterungsprozess verzögernde Effekte, vorbeugende Eigenschaften bezüglich Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies wird auf den hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen oder der Omega-3-Fettsäure zurückgeführt.

Wer Superfoods ausprobieren möchte, sollte sich vergewissern, ob es sich um „angebotene Produkte“ oder um die „echten“ Früchte bzw. Samen handelt.
Rückstandbelastungen sind möglich: bei Kräutern und Gewürzen aus Fernost oder gar Rückstände von Schwermetallen oder unzulässig bestrahlte Produkte. Sie sollten bei der Entscheidung für Superfoods auch die Bedingungen für Anbau und Transport bedenken. Je weiter der Weg, je größer die Pestizidbelastung umso stärker wird die Umwelt belastet.

Superfood geht auch regional!
Laut den Marktforschern gibt es eine steigende Wachstumskurve für die kommenden Jahre und das obwohl die exotischen Superfoods auch ihren Preis haben. Dabei können wir uns auch günstiger und obendrein umweltschonender mit heimischen Lebensmitteln gesund ernähren, denn sie können beim Wettbewerb um den höchsten Gehalt an wertvollen Nähr- und Bioaktivstoffen mithalten.


Wir haben einige Beispiele für Sie zusammengestellt.

 

Goji Beeren 1GOJIBEEREN
Diese Früchte aus China enthalten einen Mix aus Antioxidantien und vielen Vitaminen. In der Regel sind sie nur getrocknet erhältlich und eigen sich gut fürs Müsli, als Snack, für Smoothies oder Gebäck. 

SANDDORNBEEREN

Sanddorn 1Sie wachsen reichlich an den Küsten von Nord- und Ostsee, sind Power für die Abwehr. Pur ist die Beere sehr sauer, daher wird sie als Saft gesüßt oder Fruchtmark, angeboten. Damit kann man Joghurt und Quark verfeinern, aber auch für Müsli, Smoothies oder andere Mixgetränke verwenden.

FAZIT: Beide Beeren sind top für unsere Abwehrkräfte und sorgen schon in kleinen Mengen für ein starkes Immunsystem.

 

Acai Beeren 1ACAIBEEREN
Die dunkle Farbe zeigt es uns. Diese brasilianischen Beeren strotzen nur so vor Anthocyanen und Flavonoiden. Sie enthalten angeblich von diesen Antioxidantien mehr als jede andere Frucht auf der Welt. Angeboten werden die Acaibeeren als Saft oder auch gefrorenes Püree für süße Speisen und Getränke.

Blaubeeren 1BLAUBEEREN
Auch bei diesen heimischen Beeren ist der Gehalt an Antioxidantien sehr hoch. Zusätzlich versorgen sie uns noch mit Vitamin C, E und einigen B-Vitaminen. Wirken auf unseren Darm reinigend auf Grund ihrer Gerbstoffe. Die Verwendung ist sehr vielseitig: Roh als kleine Mahlzeit zwischendurch sind sie prima. Im Müsli, in Desserts, auf Kuchen oder sogar in Salaten sehr lecker.
FAZIT: In Acaibeeren mögen zwar mehr Antioxidantien stecken, aber unsere heimischen Blaubeeren punkten durch ihre Frische. Vor allem wenn man sie im Sommer selber pflücken kann. Alternativ versorgen uns ebenfalls Holunderbeeren, Brombeeren, dunkle rote Kirschen mit vielen Antioxidantien.

chia samen 1CHIASAMEN
Diese kleinen braun-schwarzen Kügelchen sind eine geballte Ladung an Eiweiß, Ballaststoffen, Omega-3-und Omega -6-Fettsäuren. Sie enthalten wichtige Mineralien wie Eisen und Calzium und natürlich auch Antioxodantien. In Flüssigkeit können sie stark aufquellen und bilden so ein Gel was ein guter magenfüller und förderlich für die Verdauung ist. Sie schmecken eher neutral und passen zu fast allem: Im Müsli, im Salat oder auch in Brot und Gebäck.

Leinsamen 1LEINSAMEN
Die brauen Samen enthalten ebenfalls Omega-3-Fettsäuren und viele Ballaststoffe und waren schon immer Balsam für Magen und Darm. Am Effektiefsten wirken sie geschrotet, denn die Schleimstoffe befinden sich im Inneren und nicht wie bei den Chiasamen auf der Schale.

FAZIT: Chiasamen sind den Leinsamen als Superfood überlegen- mit einem deutlich höheren Anteil an gesunden Fettsäuren und Antioxidantien. Chiasamen läßt sich länger lagern ohne ranzig zu werden, wie es beim Leinsamen passieren würde, aber dennoch sollte man den Leinsamen nicht links liegen lassen. Er liefert uns reichlich Omega-3-Fettsäuren und kurbelt unsere Verdauung an. Und das zu einem sehr viel niedrigeren Preis!

 

Moringa 1MORINGA
Über 40 verschiedene Antioxidantien, dazu viele Vitamine und reichlich grüner Blattfarbstoff Chlorophyll machen die Blätter des indischen Moringabaums zu einem wahren Gesundbrunnen. Die getrockneten Blätter eigenen sich als Tee und als Pulver schmecken sie mit ihrer leichten Schärfe ähnlich wie Meerrettich. Sie können in Salatsaucen, Dips oder im Pesto verarbeitet werden.

SPINAT UND CO1 Januar Gruenkohl
An dem Blattfarbstoff Chlorophyll, das eine belebende, reinigende und zellschützende Wirkung hat, mangelt es auch grünem Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Grünkohl und den heimischen Kräutern nicht. Besonders Wildkräuter sind reich an Chlorophyll. Außerdem ist das heimische Grünzeug ein guter Lieferant für Vitamin C und unterstützt so den Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern. Blattgemüse ist roh als Salat sehr lecker oder kurz gedünstet als Gemüse. Geballte Kräuterpower kriegen wir mit Pesto oder mit Kräutersaucen.

FAZIT: Kräuter und unser heimisches Grünzeug sind zwar nicht ganz so vitalstoffreich wie Moringablätter, dafür kommen sie aber frisch auf den Tisch. Auf dem Balkon oder im eigenen Garten selbst angebaut kosten diese Superfoods auch fast nichts.

 

 

 


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