Vorsorge und Rehabilitation stellen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit dar. Dies gilt insbesondere bei chronischen Krankheiten. Frühzeitig eingeleitete Maßnahmen können deshalb sogar zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen beitragen. Aus diesem Grunde zahlen die Kostenträger in der Regel alle notwendigen und sinnvollen Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen.

1. Schritt: Arztgespräch

Generell gilt aus Sicht der Kostenträger: Es muss die medizinische Notwendigkeit für die Inanspruchnahme einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme vorliegen. Diese medizinische Notwendigkeit bescheinigt / attestiert Ihnen Ihr behandelnder Arzt. Hierfür wird das sogenannte Formular Nr. 60 verwendet. Am besten ist daher, Sie suchen im ersten Schritt das Gespräch zu Ihrem behandelnden Arzt und erklären ihm Ihren Wunsch nach einer medizinischen Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme.

Der Antrag auf eine Anschlussheilbehandlung (AHB) kann auch bei entsprechender Indikation während eines akutstationären Krankenhausaufenthaltes gestellt werden. Zuständig hierfür ist ausschließlich der Arzt im Akutkrankenhaus.

Der Arzt füllt dann gemeinsam mit Ihnen den Antrag aus. Ist die Krankenkasse zuständig, bekommt der Arzt das Formular Nr. 61 zur Antragstellung von der Krankenkasse übersandt. Ist die Rentenversicherung Kostenträger, wird dort ein entsprechender Antrag gestellt. Hält der Arzt keine Antragsformulare bereit, können diese direkt bei Ihrer Krankenkasse oder dem zuständigen Rentenversicherungsträger angefordert werden.

An geeigneter Stelle im Antrag können Sie auch das sogenannte Wunsch- und Wahlrecht ausüben. Hier können Sie Ihre Wunschklinik angeben. Wählen Sie zum Beispiel eine Formulierung wie: "Ich mache von meinem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch und wähle die Kirchberg-Klinik Bad Lauterberg."


2. Schritt: Antragstellung beim Kostenträger

Im zweiten Schritt wird der Antrag an den jeweiligen Kostenträger weitergeleitet. Die Zuständigkeit der Kostenübernahme ist unter anderem von Ihrem Krankenversicherungsschutz abhängig und davon, ob Sie berufstätig sind, oder eine Rente beziehen. Verbindliche Auskünfte kann Ihnen Ihre Krankenkasse oder Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger geben.

Gesetzliche Rentenversicherung

Die Kirchberg-Klinik Bad Lauterberg ist von der Deutschen Rentenversicherung als Vertragskrankenhaus anerkannt.

Das ausgefüllte Antragsformular des Rentenversicherungsträgers reichen Sie bei diesem ein. Es ist möglich, dass Sie daraufhin zum Medizinischen Dienst zu einer ärztlichen Untersuchung einberufen werden. Dieser prüft die medizinische Notwendigkeit der beantragten Leistung.

Die Kosten werden bei Inanspruchnahme der bewilligten Maßnahme direkt zwischen dem Rentenversicherungsträger und der Kirchberg-Klinik abgerechnet.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Kirchberg-Klinik Bad Lauterberg hat mit den gesetzlichen Krankenkassen einen Versorgungsvertrag nach § 111 Sozialgesetzbuch - Fünftes Buch (SGB V) geschlossen.

Das ausgefüllte Antragsformular der Krankenversicherung (Formular Nr. 61) reichen Sie bei Ihrer zuständigen Krankenkasse ein. Es ist möglich, dass Sie daraufhin zum Medizinischen Dienst der Krankenversicherung zu einer ärztlichen Untersuchung einberufen werden. Dieser prüft die medizinische Notwendigkeit der beantragten Leistung.

Die Kosten werden bei Inanspruchnahme der bewilligten Maßnahme direkt zwischen Ihrer Krankenkasse und der Kirchberg-Klinik abgerechnet.

Private Krankenversicherung

Je nach Tarifwahl bei Ihrer privaten Krankenversicherung, gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten der Kostenübernahme oder -beteiligung. Bitte klären Sie im Vorfeld direkt mit Ihrer Krankenversicherung, ob diese die Kosten trägt und welche Unterlagen sie für eine Entscheidung benötigt.

Führen Sie eine Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme in unserem Haus durch, erhalten Sie von uns zum Ende Ihres Aufenhalts eine quittierte Rechnung. Diese können Sie dann zur Prüfung der Erstattungsfähigkeit bei Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen.

Auskünfte zur Höhe der für Sie zu erwartenden Kosten für einen Aufenthalt bei uns im Haus erhalten Sie gerne unter der Telefonnummer: 0 55 24 / 859 - 0.

Beihilfestelle / Private Krankenversicherung

Unsere Häuser sind nach § 30 der Gewerbeordnung zugelassen und anerkannt nach den Beihilfevorschriften des Bundes. Es besteht ein gültiger Versorgungsvertrag nach § 111 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V).

Ihre ärztliche Verordnung (Attest) reichen Sie bei Ihrer zuständigen Stelle ein. Es ist möglich, dass Sie in der Folge zum Amtsarzt einberufen werden.

Wird die Maßnahme bewilligt, haben Sie in der Regel vier Monate Zeit, die Leistung in Anspruch zu nehmen. Je nach zuständiger Stelle nimmt diese direkt Kontakt zu uns auf, oder Sie reservieren Ihren Aufenthalt selbst bei uns.

Die Kosten werden entweder im Zuge des Erstattungsprinzips nach Inanspruchnahme der Leistung von der zuständigen Stelle an Sie zurück erstattet, oder es erfolgt eine Direktabrechnung mit der Kirchberg-Klinik. 

3. Schritt: Bewilligung der Maßnahme

Ist Ihre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme bewilligt worden? Dann erhalten Sie von Ihrem zuständigen Kostenträger ein Schreiben zur Bewilligung (Bescheid). Parallel dazu nimmt der Kostenträger auch mit unserer Patientenaufnahme Kontakt auf, um einen Aufnahmetermin abzustimmen. Wir erhalten eine Kopie dieses Bewilligungsbescheides. Liegt dieser vor, teilen wir Ihnen den nächstmöglichen Aufnahmetermin schriftlich mit.


Zu Fragen zur Terminvergabe, zur Zimmerplanung oder zur Anreise können Sie sich selbstverständlich gerne nach Erhalt der Bewilligung direkt mit uns in Verbindung setzen.

Haben Sie Fragen zum Antragsverfahren? Gerne können Sie uns auch telefonisch kontaktieren. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne unter der Telefonnummer: 0 55 24 / 859 - 0.

Häufig gestellte Fragen zum Antragsverfahren



Wie oft kann eine Rehabilitationsmaßnahme bewilligt werden?

Hat der Patient in den letzten Jahren bereits eine Rehabilitation in Anspruch genommen? Grundsätzlich kann diese Leistung alle 4 Jahre bewilligt werden. (Ausnahme: Eine medizinische Notwendigkeit liegt bereits vor Ablauf dieser Zeit vor.)

Wie lange dauert die Maßnahme?

Eine Maßnahme dauert in der Regel drei Wochen. Unter Umständen kann eine Verlängerung medizinisch indiziert sein.

Ich bin bei der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei familienversichert. Kann mir dennoch eine Rehabilitationsmaßnahme bewilligt werden?

Der Anspruch auf eine Rehabilitation kann gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse bzw. gegenüber dem Rentenversicherungsträger begründet sein. Bei der gesetzlichen Krankenkasse ist es gleichgültig, ob der Patient selbst versichert, oder als Familienangehöriger familienversichert ist.


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