Nach einem Herzinfarkt und 3 Stents kam ich zur Reha in die Kirchbergklinik.
Drei Wochen wurde ich wieder fit für den Alltag gemacht. Mein Zimmer war groß und hell mit Blick auf die St. Andreaskirche und neben St. Benno, eingebettet zwischen Kirchentürmen und Glocken. Heimatliche Klänge umrahmten die Reha. Alle Mitarbeitenden der Klinik waren ausgesprochen freundlich, höflich und hilfsbereit, immer da, immer gut gelaunt, denn manchmal kann ich auch eineneugierige Nervensäge sein. Das Essen war super, morgens und abends ein sehr reichhaltiges Buffet, mittags drei Gänge mit drei Hauptmahlzeiten zur Auswahl. Wer mochte konnte auch ein besonders Gericht bestellen.
Mein Tag begann mit wiegen und Blutdruck messen. Runter mit dem Gewicht, hieß es für mich weiterhin. Eine Herausforderung, dem leckeren Essen zuwiderstehen. Immerhin habe ich noch abgenommen.
Es gab Vorträge über Herzkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, richtige Ernährung. Das hieß für mich: Maximal 14 KE pro Tag, und damit war entschieden, was ich essen werde. Bei den leckeren Körnerbrötchen mit 3KE gab es dann eine Kartoffel mittags weniger, um den Zucker im Rahmen zuhalten.
Als meine Eltern in den 70ger und 80ger Jahren zur Kur fuhren, wurde noch sehr viel an den Menschen gearbeitet. Heute darf man selbst aktiv sein. Wassergymnastik, Gymnastik in der Sporthalle, Atemgymnastik, NordicWalking und die sogenannte „Muckibude“. Wer unter Butterfly das fliegende Tier versteht, lernt ihn nun als Fitnessgerät kennen. Wir hatten zahlreiche Begegnungen, auch nach der Reha.
Sehr viel Freude hat mir die Hydrojetmassage gemacht. Vom Gefühl her eine Reise wie mit dem Containerschiff rund Skagen. Sehr schön.
Rückblickend war es sehr anstrengend und eine sehr gute Zeit. Ein herzliches Dankeschön allen, die mir das ermöglicht haben.
Andreas Schmidt